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Im Juli 2000 verkündete die VA Tech HYDRO, dass sie einen "weiteren millionenschweren Großauftrag für (das) Staudammprojekt San Roque" erhalten habe. 3.200 t Druckrohrleitungen für 90 Mill. ATS wurden bestellt. Der San Roque-Staudamm soll mit 1 km Länge einer
der größten der Welt werden. Er ist der letzte einer Reihe
von kleineren Dämmen aus den 50er und 60er Jahren am Agno-Fluss. Für das vom Dammbau betroffene Volk der Ibaloy gehen auch wertvolle Kulturstätten verloren. Zwar gibt es ein philippinisches Gesetz, das den indigenen Völkern und den lokalen Gemeinden ein Vetorecht bei zerstörerischen Projekten in den jeweiligen Regionen einräumt, aber dies scheint bisher das Vorhaben nicht gestoppt zu haben. Gegen San Roque regt sich seitens der ansässigen Bevölkerung massiver, organisierter Widerstand. Man fürchtet, dass der Damm nur Belastungen, aber keine Vorteile bringt. Die Bewegung gegen den San-Roque-Staudamm und andere Mega-Dämme wurde Anfang 1999 gegründet. Mit Massenaktionen, Pressekonferenzen und in Auftrag gegebenen Studien hoffen sie durch fundierte Kritik und massiven öffentlichen Protest das Projekt zu stoppen. Und schließlich ist das Projekt in einer erdbebengefährdeten Zone erbaut worden. Die Bergbaufirmen, die ihre Abwässer ungefiltert in den Agno leiten, können die Wasserqualität im Staubecken verschlechtern. Giftige Ablagerungen wären die Folge. Die Betreibergesellschaft des Damms ist ein japanisch-philippinisches Konsortium. Kann es die aufgenommenen Schulden nicht begleichen, muss der philippinische Staat einspringen. Darüber hinaus verpflichtete sich die Regierung, den produzierten Strom zur Gänze zu einem überteuerten Preis abzunehmen. Die japanische Exportkreditagentur JEXIm ist der größte Finanzier. Dass die VA Tech HYDRO für ihre Zulieferungen eine Kontrollbank-Garantie erhalten hat, ist wegen des Risikos durchaus wahrscheinlich - wird aber nicht bekannt gegeben. |
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