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Die Zellstofffabrik Cellucam wurde von der VOEST 1980 in Kamerun, einem der ärmsten Länder der Welt, errichtet. Sie arbeitete wegen technischer Probleme nie einwandfrei. Unrealistische Rentabilitätsraten und Fehleinschätzungen des Weltmarktes machten das Werk zu einem Problemfall. 1982 wurde Cellucam nach einer verheerenden Explosion
geschlossen. Das Projekt war nicht nur ein ökologisches Desaster
- es hinterließ vor allem Schulden. Der Kontrollbank-Bericht 2000
weist offene Forderungen in Höhe von fast 5,5 Milliarden Schilling
aus, die zum Großteil auf dieses missglückte Projekt zurückgehen.
Damit ist Österreich zu einem der wichtigsten Gläubiger Kameruns
geworden. Nun wird ein bedeutender Teil der Außenstände im
Rahmen der internationalen Entschuldungsinitiative (HIPC-Initiative) entschuldet.
Die Kosten dafür trägt der österreichische Steuerzahler.
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