Der Damm:
- Fluss: Tigris/Türkei
- Ort: Südostanatolien, ca. 65 km vor der Grenze zu Syrien und
Irak
- Fläche: 312km²
- Kapazität: 1200 MW
- Unternehmen: VA-Tech Hydro (Österreich), Alstom (Schweiz),
Züblin (Deutschland), Nurol (Türkei), Cengiz (Türkei),
Celikler (Türkei), emelsu (Türkei).
- Auftraggeber: DSI, türkisches Wasseramt
- Banken: inexistent oder unbekannt.
- Regierungen: Anträge für öffentliche Exporthaftungen
wurden in Österreich (Kontrollbank AG), Deutschland (Hermes)
und Schweiz gestellt (ERG).
- Höhe: 138 Meter
- Länge: 1820 Meter
- Lebensdauer: 50-80 Jahre
- Bauplan: 2005-2012

Lage des geplanten Staudammes
Alle Hintergrundinfos zu Auswirkungen, Konflikt, Geschichte und Politik
(bis Nov. 2005):
Ilisu – Kein Erfolgsprojekt (pdf)
Schon 1997 beauftragte die türkische Regierung ein internationales
Konsortium, den umstrittenen Staudamm zu bauen. Doch das Projekt ist
so kontrovers, dass sich in den letzten Jahren fast alle beteiligten
Investoren und Unternehmen aufgrund von internationalen Protesten daraus
zurückgezogen haben. Doch in Europa ignorieren einige einflussreiche
Befürworter des Ilisu-Staudamms ihre soziale und ökologische
Verantwortung. Allen voran die Unternehmen, die ein Milliardengeschäft
wittern und denen ihre Profite wichtiger sind als die Lebensbedingungen
zehntausender Menschen, der Erhalt Jahrtausende alter Kulturgüter
und die Vermeidung internationaler Konflikte um die Nutzung von Wasser.
Seit Anfang 2005 verhandelt ein neues Konsortium unter Führung
der Österreichischen VA Tech Hydro mit der türkischen Regierung
über den Bau des Skandalstaudamms.
Projektstatus (Stand 26 Sept. 2006):
- Der Liefervertrag ist fertig verhandelt, jedoch ist noch kein bindender
Vertrag unterschrieben.
- Über eine Finanzierung ist nichts bekannt. Bis zuletzt hatten
sich Banken geweigert das Projekt zu finanzieren.
- Das Finanzministerium prüft den Antrag auf eine Öffentliche
Exporthaftung. Das Risiko an diesem Megaprojekt würde damit auf
die Österreichischen Steuerzahler abgewälzt. Finanzminister
Grasser würde direkt verantwortlich für die Folgen.
- Wie praktisch in allen Medien (TV, Radio und Print) der Türkei,
Schweiz, Österreichs und Deutschland, aber auch Italienischer
und einiger internationaler englischsprachiger Medien berichtet wurde,
nehmen die Proteste in der Türkei massiv zu – ebenso wie
in Europa.
- Internationale Standards, von deren Einhaltung das BMF eine Exporthaftung
abhängig gemacht hat, werden in über 30 Punkten missachtet.
Zwischen 22 und 26 August bereiste eine Delegation der Schweizer,
Deutschen und Österreichischen Regierung die Region um sich über
die massiven Probleme zu informieren.
- Aktuelle Stellungnahmen:
o Stellungnahme zu angeblichen Ausbesserungen (
Mehr Infos, pdf)
o Presseaussendungen von ECA Watch (
Mehr Infos)
o Stellungnahme zu Falschinformationen des Konsortiums (
Mehr Infos, pdf)
o Ilisu bricht mit internationalen Standards - eine konkrete Auflistung
(
Mehr Infos, pdf)

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