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Gewalt und Einschüchterungen machen freie Konsultationen unmöglich Die Region Südostanatolien ist immer noch durch verbreiteten Menschenrechtsverletzungen und seit 2004 wieder zunehmende, bewaffnete Auseinandersetzungen geprägt.
Am 6. April zog der türkische Menschenrechtsverein IHD in Diyarbakir Bilanz über die gewaltsamen Ausschreitungen, die die Region in Folge der nach dem kurdischen Neujahrsfest durchgeführten Militäroperationen erschütterten. Anlässlich der Beerdigung von vier Guerilleros, die bei den groß angelegten Militäraktionen getötet worden waren, kam es zu Massendemonstrationen, auf die die Sicherheitskräfte wiederum mit massiver Gewalt reagierten. In der Provinzhauptstadt Diyarbakir und anderen Städten herrschte tagelang der Ausnahmezustand. Wie IHD nun zusammengetragen hat, kam es dadurch, dass die Polizei scharfe Munition verwandte, um die Unruhen einzudämmen, zu zehn Todesfällen unter Zivilisten, darunter fünf Kinder und Jugendliche. Mindestens 175 weitere Zivilisten wurden teilweise schwer verletzt; über 500 Menschen wuden festgenommen, darunter 200 Minderjährige. Wie IHD feststellt, wurde dabei willkürlich vorgegangen, auch Unbeteiligte wurden verhaftet, und es kam in vielen Fällen zu menschenunwürdiger Behandlung, Misshandlungen sowie Folter. Dies zeigt, wie sehr das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit im Südosten der Türkei nach wie vor eingeschränkt ist.
Dass die Meinungen der vom Ilisu-Staudamm Betroffenen in dieser Atmosphäre Gehör finden und Konsultationen stattfinden können, die internationalen Standards gerecht werden, erscheint illusorisch.
Am 28.02.2007 erschien in der türkischen online-Zeitung www.sonsayfa.com
ein Artikel, der über den Aspekt der Aufstandsbekämpfung durch
Staudämme wenig Zweifel lässt.
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